Unser Weblog
Hallo, liebe PokerOlymp-Leser,
wie mein Kollege Erich Kollmann bin auch ich aus dem Winterschlaf erwacht. Wobei es bei mir ja kein echter Winterschlaf ist, da ich ja neben dem Pokern noch einen “richtigen” Beruf ausübe.
Wie die meisten ja wissen, verkaufe ich Eistechnik für Eiscafés und betreibe eine Eisfachschule in der ich neue “Eismacher” ausbilde. Außerdem habe ich mich entschlossen, mit zwei Freunden mein erstes eigenes Eiscafe zu eröffnen. So sind wir z.Zt. dabei, in Berlin unser neues Eiscafe auszubauen. Ich hatte gehofft, das wir pünktlich zur EPT in Berlin eröffnen könnten und ich so die Pokerszene zum Eis einladen könnte. Leider brauchen wir noch 2 bis 3 Wochen, aber die Einladung holen wir nach.
Ansonsten habe ich mir zu Weihnachten ein neues Pokerbuch gegönnt, welches ich fast durch habe. Pokermäßig war ich in Berlin aktiv, zusammen mit meinem Kollegen Matze Manhertz von PokerOlymp. Wir hatten uns als Ziel gesetzt, uns ein Ticket für die EPT zu ergattern. Es ist uns beiden gelungen!! Ich bin in Step 4 der Sit&Go`s eingestiegen, habe dort sofort ein Ticket für das Final Satellite geschafft und konnte beim Finalsatellite einen ziemlichen Durchmarsch hinlegen. Es geht also wieder….
Frisch gestärkt aufgrund dieses Erfolges ging es nach Bregenz, von wo ich Euch jetzt schreibe.
Donnerstag Texas H`oldem Buy in 1000 Euro. Leider nichts spektakuläres zu berichten. Einmal Pocket Asse: Vor mir zwei caller, dann ein Raise, ich reraise dreifach, die Caller folden, der Raiser callt. Flop 7/8/J in Pik, mein gegner checkt, ich bette 2000 und bekomme sehr schnell ein Reraise auf 6000. Zur Überraschung aller folde ich offen die Pocket Asse und mein Gegenüber zeigt mir grinsend A/Q in Pik.
Super Laydown, doch die Chips waren weg. Danach Kartentod. Da der Tisch sehr aggressiv spielte, waren auch mit den schlechten Händen keine Moves möglich und so schied ich unspektakulär aus.
Dann gestern Omaha Pot Limit. Vor zwei Jahren konnte ich dieses Turnier in Bregenz noch gewinnen. Das Turnier lief nicht schlecht für mich. Zwar musste ich zwischendurch immer mal Federn lassen, doch ich spielte fast ständig auf Angriff und konnte mir bis zum Finaltable einen brauchbaren Stack aufbauen. Ein Spieler schied aus und da es 8 bezahlte Plätze gab, suchten wir den Bubble Boy. Ich sitze in mittlerer Position: Dragan Galic, rechts neben mir callt (BB 2.400), ich calle, SB füllt auf, BB checkt. 4 Spieler in der Hand.
Der Flop geht auf: 10/9/6, (ich halte u.a. 7/8, floppe also die Nut Straight), Dragan spielt 8.000 an, ich raise Pot (rund 40.000 Chips), Dragan überlegt und callt, Turn J, Dragan checkt und ich gehe mit meinen restlichen 70.000 Chips All-In.
Nach langem Überlegen callt er wieder: Showdown: Ich zeige die Stra?e, Dragan Two Pair …
Doch es kommt wie es kommen musste, Ich mit meinem Pech, Dragan mit seinem Glück: Natürlich trifft er auf dem River sein Full House. Ich bin wieder Bubble Boy …
Nach Hamburg, Seefeld (zweimal), Rozvadov, Franzensbad, Berlin (am Alex) nun Bregenz: Immer wieder die Bubble…..
Aber was soll`s : das Leben geht weiter und heute beim Main Event greife ich wieder an.
Bis dann
Euer Wilhelm “Dr. Big” Breuer
Endlich geht es wieder los mit der neuen Pokersaison. Nach langem Hin und Her habe ich mich entschieden in Seefeld die Casino Austria Poker Tour zu spielen.
Die Feiertage und das Faulsein sind nun endlich vorbei, doch eigentlich war ich gar nicht so faul. Meine Mitgliedschaft im Fitness-Center macht sich wieder bezahlt, nach längerer Pause gehe ich nun wieder regelmäßig trainieren. Das Gewicht lässt zwar noch zu wünschen übrig, aber es geht wieder bergauf. Nein, nicht mit dem Gewicht, sondern mit meiner Kondition.
Dann war doch noch ein Projekt von mir, das ich zusammen mit Johan Brolenius schon länger plane. Es steckt eine Menge Arbeit dahinter, doch es macht Spaß, so ein Event zu planen und zu organisieren. In den nächsten Tagen erfahrt ihr von diesem Event mehr.
Am Freitag startet die CAPT in Seefeld, die Skier werden diesmal mitgenommen. Eine ganze Woche lang ist Seefeld die Poker-Hochburg Österreichs, mit dem Höhepunkt des Main Event mit einem Buy-In von € 2000.- Euronen. Auch beim Cash Game wird es wieder heiß hergehen, speziell beim Pot-Limit Omaha wird wieder das ein oder andere Pöttchen zu Stande kommen. Ich werde euch auf alle Fälle berichten, was hier in Seefeld ab Freitag so los ist.
Und hier ist es im Winter auf alle Fälle “COOLMAN”.
5109 Turniertickets, PokerStars-Team-Pro und viel Stress
- Beigetragen von
- Rino Mathis
- Datum
- Sonntag. 10. Januar 2010
5109 Turniertickets, PokerStars-Team-Pro und viel Stress
2009 war auch für mich ein sehr bewegendes, actionreiches Jahr. Einiges lief perfekt, andere Dinge mussten leiden. Aber gehen wir doch mal zusammen ein paar Schauplätze des vergangenen Jahres durch.
Der Umzug in ein neues Heim haben wir ja Ende 2008 noch vollzogen, aber natürlich stand auch 2009, vor allem die ersten Monate, ganz im Zeichen von Einrichten, Umbauen und Einleben im neuen Heim. Dementsprechend fielen die Ausflüge an EPTs, CAPTs und andere Events eher spärlich aus. Wenn ich die Zeit dann aber einmal fand, waren sie nicht uninteressant, vor allem im Cash-Game-Bereich.
Im Februar/März ging es mit der Planung des Swiss Poker Masters (SPM) los, und da mussten wir doch einiges lernen. Die falschen Partner zu Beginn und gewisse Defizite in anderen Bereichen der Planung haben uns zwei wertvolle Monate gekostet. Aber mit der Engagierung von Armin Stocker ging es dann dafür richtig los. Eine geeignete Halle wurde sehr schnell gefunden und auch das ganze Konzept hat Hand und Fuß gekriegt. Genehmigungen, Chips und Karten, Floorleute, Dealer… so langsam nahm die Sache Gestalt an.
Leider mussten in diesen Monaten viele Leute unter meiner Doppelbelastung leiden, meine Frau und meine zwei Jungs vermutlich am stärksten. Auch Turniere musste ich einige absagen, Las Vegas konnte ich zum Beispiel nicht spielen, Seefeld musste ich auslassen und auch für die WPT in Barcelona reichte es leider nicht.
Dann aber der große Showdown im August, es übertraf alle Erwartungen und Wünsche. Nahezu jedes Turnier des SPM war aus-, respektive überbucht, die Organisation lief außer ein paar Kleinigkeiten sehr rund und die Spieler waren happy. Klar, einige Punkte würden wir rückblickend ändern, aber bis zu diesem Zeitpunkt hatte es ja noch nie etwas in der Größenordnung gegeben, und auch für uns war es Neuland. 5109 Turniertickets wurden letztendlich gelöst, nahezu 2000 Pokerspieler haben den Weg nach Oerlikon gefunden, Tageszeitungen, das Fernsehen und auch PokerToday haben über das Swiss Poker Masters berichtet. In verschiedenen Disziplinen wurden neue Schweizer Meister gekürt, und ein Name stach dabei heraus: Daniel Walter. Dreifacher Schweizer Meister und Masters Champion zugleich – was für ein Auftritt! Die drei EPT-Tickets, die wir verlosten, hat er im Alleingang eingesammelt – alle drei!
Kurz vor dem Masters wurde auch mein Wechsel von Full Tilt Poker zu PokerStars besiegelt. Von der Nummer 2 zum Branchenleader. Endlich hatte ich einen Partner, der auch etwas bewegen will. Der meine, unsere Ideen unterstützt, der der ganzen Szene auch etwas zurückgeben will.
Mit dem Ende des Masters wich auch der Druck von mir, es machte sich eine deutliche Erleichterung bemerkbar. Endlich konnte ich mich wieder auf mein Spiel konzentrieren – aber nicht für lange. Ich hatte schon wieder neue Pläne im Kopf: Die Swiss Poker Master Tour (SPMT) und die Neugestaltung von PokerAction.
PokerAction musste den nächsten Schritt machen, umfassender berichten und neue Inhalte bieten. Mit Lukas haben wir den geeigneten Topmann gefunden, er war dann auch hauptsächlich der Ideenbringer für das neue Konzept. Seit der Umstellung von PokerAction.info auf PokerAction.ch steigen die Zugriffszahlen gewaltig an. Es scheint, als hätte den Lesern diese Mischung aus News und Hintergrund, aus national und international noch gefehlt.
Leider wurde damit mein Zeitplan immer gestopfter, die Swiss Poker Master Tour (SPMT) mussten wir ins neue Jahr verschieben. Im Februar gehts los (10.–14. Februar in der Swiss Pokerlounge), es wird mindestens vier Tourstopps geben, mit dem Swiss Poker Masters (SPM) wieder im August. Weitere Details dazu folgen in Kürze.
Wie gesagt, mein eigenes Spiel hat ein wenig gelitten, turniertechnisch hatte ich nur zwei Erfolge, den Team-Europameistertitel in Baden bei Wien (zusammen mit Stefan Oberholzer, Severin Walser und Anton Allemann) und den Sieg beim PLO-Event an der EPT Vilamoura. Vor allem das Team-Event hat wirklich Spass gemacht, da es ja unser Baby ist (PokerAction war Gründer und Ideenlieferant für dieses Format) und wir es bereits im letzten Jahr in Bregenz gewinnen konnten. Back to Back!
Im Cashgame konzentrierte ich mich hauptsächlich auf die PLO-Partien bei den CAPT-Stopps, aber die waren dafür wirklich gut ;–)
Insgesamt ein sehr interessantes, aber auch sehr anstrengendes Jahr. Aber natürlich schaue ich nicht nur zurück, sondern auch voraus. Meine Vorsätze für 2010 sind schnell gefasst:
1. Gesundheit (ist und bleibt das Wichtigste)
2. Mehr Zeit für die Familie
3. Mehr Zeit für das eigene Spiel, dann sollten auch die Erfolge wieder vermehrt kommen
4. PokerAction, die SPMT und das SPM weiter voranzubringen
Euch allen wünsche ich ein tolles 2010, Glück und Gesundheit.
Euer Rino
Mein Rückblick auf das Pokerjahr 2009 fällt heuer nicht besonders gut aus, um es genauer auszudrücken, ziemlich besch…….eiden.
Bei den Turnieren konnte ich zwar zwei Siege feiern, einmal bei einem H.O.R.S.E. Event und einmal bei einem Omaha Event. Doch sind diese Siege bei eher kleineren Turnieren erzielt worden.
Bei den großen Events blieb aber der Erfolg komplett aus, sowohl bei der CAPT in Österreich, als auch bei den anderen Events der EPT und WPT.
Obwohl ich bei der WPT und EPT sehr oft den dritten Tag erreicht hatte, konnte ich mich kein einziges Mal ins Geld spielen. In Österreich bei der CAPT kein einziges Mal einen Finaltisch zu erreichen gehört wohl schon ein wenig in die Rubrik „Unvermögen“.
Dann gab es noch die Premiere von German Highroller im Alpin Palace Hotel in Österreich. Hier konnte ich wie fast in jedem Live Cash Game die Session mit einem Plus beenden, und das obwohl ich sehr tight unterwegs war. Es war wohl dann doch die ungewohnte Situation, zum ersten Mal live im Fernsehen Cash Game zu spielen, und nur fürs Publikum eine „Kasperl“ herunter zu hauen, überlasse ich dann doch Anderen.
Wie oben schon erwähnt lief es beim Live Cash Game sehr gut, es waren ein paar ganz heiße Wochen dabei. In Amsterdam, Madrid, Barcelona und bei der CAPT war jede Menge Action, speziell bei Pot Limit Omaha. Teilweise unglaublich, welche Action hier abgeht, und man musste schon sehr vorsichtig agieren.
So gut ich live unterwegs war, so schlecht sieht es da heuer online aus. Teilweise selbst schuld muss ich das Jahr 2009 mit einem dicken Minus abschließen. Und das ist natürlich nicht besonders “COOLMAN”.
Ich wünsche allen PokerOlymp-Lesern ALLES GUTE für das Jahr 2010, viel Erfolg, mögen Eure Wünsche in Erfüllung gehen. Ich wünsche Euch aber vor allem Gesundheit, denn die kann man sich schlecht kaufen.
Auf das Jahr 2010, it´s COOLMAN
Seit Donnerstag findet in Madrid, der Hauptstadt Spaniens, das Finale der FullTilt Spanish Pokertour statt. In vier verschiedenen Städten Spaniens wurde schon gespielt, nun wird das Finale mit einem Buy-In von € 3000.- ausgetragen.
225 Spieler waren dabei, darunter Ross and Barney Boatman (HendonMob) aus England, FullTilt Pros aus Italien, Lokalmatador Raul Paez und natürlich Superstar Gus Hansen.
Für mich ist es der erste Besuch in Madrid, umso mehr war ich gespannt, was mich hier erwartet. Die Stadt selbst ist eine pulsierende Metropole, für alle ist was dabei. Egal ob Kultur, Sport oder Party. Hier geht 24 Stunden am Tag die Post ab, es ist immer was los hier.
Das Casino ist so um die 30 km außerhalb von Madrid, das Gesetz schreibt es so vor. Ein modernes, großes Casino mit zwei sehr guten Restaurants. Für spanische Verhältnisse ist das Turnier sehr gut organisiert, für uns FullTilt Pros wird bestens gesorgt. Alleine die Anfahrt am Nachmittag kostet ein wenig Nerven, da der Verkehr wie in jeder Hauptstadt Europas eine Katastrophe ist.
Heute starten wir mit Tag 3, ich bin noch dabei, jedoch sehr short mit den Chips. Doch die ausgezeichnete Turnierstruktur lässt mich noch hoffen, bei jedem anderen Turnier wäre für mich schon längst Sendepause. Besser ergeht es das Ross Boatman und Gus Hansen, sie beendeten Tag 2 im Mittelfeld.
Egal wie es für mich heute ausgeht, Madrid war auf jeden eine Reise wert und ich glaube, die FullTilt Spanish Poker Tour hat Zukunft und wird im nächsten Jahr noch populärer werden.
Coolman live aus Madrid
Ab morgen startet in Seefeld die HighrollerWoche, auch ich bin diesmal zum ersten Mal dabei.

Über 100 Pokerspieler haben sich angemeldet, also wird in Seefeld eine Woche lang die Post abgehen, besser gesagt werden die Karten nur so durch die gesunde Tiroler Bergluft wirbeln. Sogar in Amsterdam wussten die Highroller schon Bescheid und erkundigten sich bei mir über das kleine Berg-Städtchen Seefeld.
Da ich nur Gutes darüber berichten konnte, wurde von einigen Spielern der Flug nach Innsbruck gleich noch in Amsterdam gebucht. So wird diese Highroller-Woche eine sehr starke internationale Besetzung aufweisen, mit Spielern aus ganz Europa.
Schon in Amsterdam war die Cash Game Action sehr gut, jeden Tag von 14 bis 3 Uhr früh wurde im Circle Privee Pot-Limit Omaha gespielt. Bei mir lief es auch sehr gut, und so verlängerte ich um einen Tag meinen Aufenthalt, um mir die Action nicht entgehen zu lassen. Diese Idee fiel leider unter die Rubrik “man sollte nicht zu gierig werden”. Genau dieser Tag war dann der einzige Eintrag in meiner Finanzbuchhaltung mit einem dicken MINUS.
Mal sehen, wie es in Seefeld diese Woche so läuft, nebenbei habe ich mir fest vorgenommen, viel Sport zu machen. Irgendwie sind die verlorenen Kilos von der Wette mit Stefan wieder dazugekommen, für mich einfach unerklärlich.
That’s not Coolman
Aus Dr. Bubble wird wieder Dr. Big
- Beigetragen von
- Willi 'Dr. Big' Breuer
- Datum
- Donnerstag. 22. Oktober 2009
Es geht also doch noch.
Nach meinen beiden “Bubble-Treffern” bei den Turnieren in Seefeld am Montag und Dienstag bin ich wie angekündigt gestern beim Supersatelite fürs Main Event angetreten.
Der Hattrick ist mir “nicht gelungen”. Diesmal kein Bubble-Boy, sondern ein Ticket fürs Main Event gewonnen. Also: GEHT DOCH!
Heute trete ich mit meinen beiden Freunden Hans und Nicki beim Teamcup an. Es haben sich hochkarätige Spieler angemeldet. Unter anderen tritt auch der neue Team-Europameister Schweiz
in Seefeld an.
Ich freue mich schon darauf, denn im Team zu spielen, ist immer was besonderes. Übrigens, Hans und Nicki sind Titelverteidiger vom letzten Jahr. Die beiden haben also die Latte ganz schön hochgelegt für mich.
Ich werde Euch morgen von meinen Erlebnissen berichten.
Bis dann
Euer
Willi “Dr. Big” Breuer
Wie die meisten von euch ja sicher schon mitbekommen haben, ist die Schweiz Team Europameister 2009. Nachdem wir ja schon letztes Jahr in Bregenz den Nationscup (so was wie die inoffizielle Team EM) gewonnen haben, bestätigten wir auch dieses Jahr in einem sehr starken Feld, dass die Schweiz zwar ein kleines Land ist, aber Pokertechnisch den grossen Nationen in nichts nachsteht und wir definitiv auf der Überholspur sind.
2008 waren es 4, 2009 bereits deren 7 und 2009 schon 17 Teams. Und was für hochkarätige Namen, Luske, Kravchenko, Hollink, Allioto, Golser, Ruthenberg und sehr viele mehr wollten sich diesen Riesenspass nicht nehmen lassen und stellten Teams.
Die Schwierigkeit ist in erster Linie, Spieler zu finden, die alle drei Disziplinen beherrschen und sich auch mal in den Dienst der Mannschaft stellen können. Einerseits muss man zuerst mal unter die letzten 9 Mannschaften kommen, denn nur diese dürfen am Finale teilnehmen, andererseits sollte man auch genug Punkte für das Finale in der Vorrunde erspielen, da die Punkte den Startstack ausmachen. Letztes Jahr waren wir nach der Vorrunde auf dem letzten Platz L. Dieses Jahr haben wir die Vorrunde souverän gewonnen und konnten so einen grossen Chipvorteil mit ins Finale nehmen, wir hatten doch rund doppelt so viele das letzte Team, das gerade noch ins Finalturnier gerutscht ist.
Im Finalturnier hat man natürlich diverse taktische Möglichkeiten, einerseits werden alle Disziplinen gespielt, andererseits kann man pro Level 2 verschiedene Spieler einsetzen. Je nach Lauf und Spielvariante, Stackgrösse und Respekt am Tisch, gibt es da doch einige Varianten.
Die Russen haben es einfach gemacht, da Alex Kravchenko das Team gestellt hat und auch bezahlt hat, hat er den Final bis auf 5 Hände gleich selber durchgespielt. Andere wie zum Beispiel die Türken wollten allen 4 Spielern die Möglichkeit geben, sich im Finale zu präsentieren, was sich als schwerwiegender Fehler entpuppte. In guter Ausgangslage haben sie uns alle Chips nahezu nach geworfen. J Danke nochmals!
Unsere Taktik war einfach, Severin sollte hauptsächlich Stud spielen, dort hat er ja eh einen Monsterlauf, hat seinen Head in der Vorrunde mit 125 Chips noch gewonnen, wo die Ante bereits 75 war. Anton und Stefan sollten TH NL und PLO rocken. Ich selber je nach Bedarf.
Nach einem super Start, ich habe im Stud aufgebaut, Stefan im PLO und Anton im TH NL, hatten wir schon über 17’500 Chips bei einem Average von rund 8’000, aber danach klappte eine Zeit lang nix mehr und plötzlich waren wir Short mit nur noch rund 6’000 Chips bei 6 Teams.
Danach lief es aber wieder rund und wir steuerten auf direktem weg ins HU mit Alex Kravchenko. Alex habe ich übrigens noch nie lachen sehen, unglaublich wie er sich auf was fokussieren kann und immer in den richtigen Spots dabei ist. Er ist und bleibt einer der stärksten Spieler Europas, auch wenn ihn Anton und Stefan zerpflückt haben. Für die letzten 3 Hände hat er tatsächlich seinen Teamkollegen eingesetzt, er kam mit Antons spiel einfach nicht mit, lol J
Schweiz ist Team Europameister 2009 und im Einzel haben wir den Vize Europameister J
Es geht was in der kleinen Schweiz….
Euer Rino
Hallo an alle,
wie in meinem letzten Blog angekündigt gebe ich Euch einen Zwischenbericht über meine fünfwöchige Pokertour.
Letzten Freitag und Samstag standen zwei Turniere im Kings Pokerroom in Rozvadov an. Doch wie schon bei meinem ersten Versuch vor rund einem Monat verlor ich in den entscheidenden Momenten meine Showdowns und so schied ich ziemlich unspektakulär aus den Turnieren aus. (Allerdings konnte ich mich beim Cash Game schadlos halten;-).
Am Sonntag ging es dann weiter in meine “Pokerheimat”, zu den Casinos Austria. Diesmal nach Seefeld zur Mountain Poker Party. Montag stand ein € 300 Turnier an. Nun, Ihr habt es wahrscheinlich in den Pokerolymp-News schon gelesen: Nach einer wahren Bad-Beat-Orgie wurde ich Bubble Boy. Da ich aber insgesamt mit meinem Spiel zufrieden war (denn ich hatte eigentlich keine Fehler gemacht) ging ich trotzdem beruhigt schlafen. MORGEN IST EIN NEUER TAG (Oh je, 5 Euro ins Phrasenschwein)!
Dienstag, 250 Euro Bounty Turnier : Ein etwas verückter Turnierverlauf mit ständigem Auf und Ab vom Stack. Mir gelang es nicht, auch nur einen Spieler vom Tisch zu nehmen. Als dann noch etwa 18 oder 19 Spieler im Turnier waren (ich lag deutlich über dem Average), ereilte mich der Kartentod.
Da zu diesem Zeitpunkt des Turniers praktisch in jeder Hand geraist wurde, konnte ich auch nicht “klauen”. Die Short Stacks um mich herum wurden immer größer, mein Stack wurde immer kleiner. 13 Spieler kamen ins Geld und als wir noch 15 Spieler im Turnier waren, sah ich sie schon wieder auf mich zukommen: DIE BUBBLE.
NEIN, nicht schon wieder Bubble Boy. Also Alles oder Nichts! Bei einem Angriff auf meinen BB vom einzigen Spieler am Tisch der noch weniger Chips hatte als ich, stellte ich meine letzten 11.000 Chips hinein – und verlor!
1.500 Chips waren mir noch geblieben, davon wanderten 300 in die Antes und 800 in den SB. 400 standen also noch vor mir.
Dann verdoppelte ich viermal (!) und ein Spieler schied aus. Der Bubble boy wurde gesucht.
Wieder keine brauchbaren Hände – und dann erwischte es mich tatsächlich wieder als BUBBLE BOY!
Eigentlich wollte ich heute einen freien Tag einlegen. Doch ich werde heute das Supersatelite spielen. Und auch wenn ihr mich für verrückt erklärt: Mein Ziel ist BUBBLE BOY! Ein dann wohl einmaliger Hattrick.
Zur Absicherung habe ich mit dem Pokermanager vom Casino Seefeld eine Side Bet abgeschlossen:
Wenn ich heute wieder Bubble Boy werde, bekomme ich vom Casino ein Ticket fürs Main Event. Muss dann Casino Austria Werbung tragen und ein neues Namensschild: DR. BUBBLE
Also, schauen wir mal!
Viele Grüße aus Seefeld
Euer (noch) Dr. Big Willi Breuer
Die Obergescheiten und ihre „Donkeys“
- Beigetragen von
- Erich Kollmann
- Datum
- Mittwoch. 21. Oktober 2009
Bei jeder Show oder bei jedem Event, das im Fernsehen zu sehen ist, ist es Mode, sich kluge und sympathische Gastkommentatoren einzuladen. Mit ihrem fundierten Wissen und ihrem Können sollen sie den Zusehern Hintergrundinfos und eine spannende Unterhaltung bieten.
So geschehen bei einer neuen Staffel einer Pokershow im Deutschen Fernsehen. Ich freute mich schon auf fachliches Wissen und objektive Beurteilung der Spielsituationen. Was dann geschah. war eigentlich traurig – ich hätte da eigentlich eine anderen Ausdruck – aber belassen wir es bei traurig.
Wie gesagt. um das Ganze noch etwas exklusiver zu machen, wurden zwei Pokerpros eingeladen. Ich nenne sie mal Kasperl 1 und Kasperl 2, oder nach ihrer Einschätzung, die Erfinder des Pokersports!
Am Pokertisch saßen Größen, die sich Poker-Europameisterin, EPT-Sieger und WPT-Sieger nennen dürfen. Cash Game-Spezialisten waren dabei, die schon sehr viel in ihrer Pokerkarriere erreicht haben. Nur Kasperl 1 und Kasperl 2 wollten es nicht so richtig wahr haben, wo es ging, machten sie sich über die Spieler lustig, Kommentare weit unter der Gürtellinie waren an der Tagesordnung. Vielleicht glaubten sie, dass muss so sein, ist es doch im Kasperle-Theater auch so, dass man sich über die anderen lustig macht.
Ist es wirklich der Neid und Missgunst, die einem solche Comments über die Lippen kommen lässt? Ich informierte mich, ob die beiden schon große Erfolge bei Live-Turnieren erzielt hätten. Ich wurde nicht fündig, die ältesten Leute konnten sich nicht daran erinnern. Wenn man wie die beiden immer alle Hole Cards sieht, ist es wahnsinnig leicht, die Spieler zu beurteilen und einen nach ihren Worten „Donkey Call“ zu machen.
Der Pokersport boomt noch immer, ein paar Leute versuchen fest daran zu drehen, um das zu ändern. Beim nächsten Theater bin ich sicher nicht dabei, ich schaue mir lieber den richtigen Kasperl mit dem Pezi an, der ist wirklich lustig.
That’s really Coolman












